Bird (T)
Mai 20th, 2016 Wenn es dunkel wird
Gehe ich in den Wald und
Spiele Saxophon
Amseln und Nachtigallen
Singen den Takt schweigt der Mond
Wenn es dunkel wird
Gehe ich in den Wald und
Spiele Saxophon
Amseln und Nachtigallen
Singen den Takt schweigt der Mond
Unter den Blättern
Der Bäume im milden Licht
Tanzen Libellen
Über dem stillen Wasser
Darin ich sinke zum Grund.
Über die steilen
Ufer der Wolken schiebt sich
Langsam die Sonne
Und schenkt dem Tag ein Lachen
Das unsre Herzen erwärmt
Goldregen dein Haar
Streift mein Gesicht im grünen
Teich eine Blüte
* für Gerda
Ja, manchmal hör ich noch die alten Lieder,
Sodaß ich an den einen Frühling denke,
Als voll in Blüte stand der weiße Flieder,
Und wir uns trafen in der kleinen Schenke,
Dort draußen in den Hügeln, wo auf satten
Kleeweiden Kühe grasten, während wir
Wie junge Füchse balgten uns im Schatten
Der Apfelbäume, nackt wie jedes Tier.
Doch komme ich in diese Gegend heute,
Gibt´s keine Schenke, Wiesen. Lärm und Teer,
Das Hin-und Hergerenne vieler Leute
In einem endlos grauen Häusermeer.
Und du, wo hat die Zeit dich ausgespieen,
Die, weil sie läuft, so manches Rückgrat bricht?
Siehst du im Frühling noch den Flieder blühen,
Derweil ein Sonnenstrahl durch Wolken sticht?
* für Gerda
Tag für Tag nur Regen, Regen,
Wind und Kälte obendrein,
Pfützen blubbern auf den Wegen,
Grau zeugt grau statt Sonnenschein.
Und vom Frühling keine Spur.
Bloß das Tick Tick Tick der Uhr.
Mit blauen Lippen
Küsst der Wind die Blüten
Der Heckenrose
Im Garten verweilt mein Blick
Bei Bienen und Hummeln
Ihre Nektarstiefel
Fangen das Sonnenlicht
Dornen stechen Bilder
Von damals vom Frühling von dir
Durch die Gedanken ins Herz
* für Gerda
(EF 2010)
Der Jänner, dieser mürbe Kunde
Hat grußlos sich davongemacht.
Doch offen bleibt des Winters Munde,
Ein strenger Frost regiert die Nacht.
Der Morgen trübt den Himmel grau
Und alles Land ringsum trägt weiß.
Seh ich die Leute, wird mir flau,
Hat doch ein jeder seinen Preis
Klar sichtbar auf die Stirn geklebt,
Als würd nur für den Markt gelebt.
In deinen Wörtern
Ist der Winter zu Gast
Mit Eis und Kälte
Und einem weißen Kleid, das
Dunkle Gedanken verhüllt.
Was ist da in mir, das mich Tag um Tag nur zwingt,
Nicht schlicht und einfach so zu sein, wie ich gern wäre,
Dass nichts, was kommt, die Oberfläche auch durchdringt,
Und wenn, ist unter ihr nur Winterfrost und Leere.
Zeig mir doch einen Weg, der nicht zum Abgrund führt
Und schenk mir ein Gefühl, das nicht in Trauer endet,
Sodass das Dunkel in Gedanken sich verliert
Und jeder Sonnenstrahl mich wärmt und nicht mehr blendet.