Versfabrik

Vers oder nicht Vers, das ist hier die Frage…

Impfung oder Knast

22. November 2021 by author

Am Freitag las ich in der Zeitung “Impfung oder Knast” und “jetzt machen sie den Sack zu”. Das ging echt unter die Haut, v.a. weil es nicht von den Giftmedien kam, sondern im Wochenblick stand, einem von Anfang an maßnahmenkritischen Wochenblatt.
Und diese Art der Panikmache blüht derzeit in den alternativen Kanälen, auch auf telegram, so richtig auf. Der international bekannte schwedische Investigativ-Journalist Ole Dammegard sagte erst kürzlich in einem Interview mit dem Corona Ausschuß, dass der Großteil der alternativen Medien kontrollierte Opposition ist. Und dieser Mann weiß nach vierzig Jahren Recherche und mehreren Mordanschlägen, die auf ihn verübt wurden, wovon er spricht.
Nun zur Impfpflicht selbst: Die Regionalregierung von Galicien, Nordspanien, kündigte im Frühjahr eine allgemeine Impfpflicht für Galicien an und drohte jedem, der sich weigern würde, mit 10 000€ Strafe oder Haft. Die Frist war zufälligerweise ebenfalls zwei Monate. Als die Frist verstrichen war, wurde keine Impfpflicht eingeführt, aber die Drohung allein genügte, um eine Vielzahl von Menschen zur Giftspritze zu treiben.
Und auch hier wird es keine Impfpflicht geben. Warum? Weil sie schlicht und einfach nicht exekutierbar ist. Auch wenn die Hälfte der derzeit ungeimpften Österreicher sich bis zum 1.Feb. das Gift spritzen lässt, bleiben noch immer eine Million über. Knast? Dann müssten sie 1000 neue Großgefängnisse bauen und mindestens 100 000 Wärter dafür abstellen - lächerlich. Geldstrafen? Die müsste man nur beeinspruchen, denn Gerichtsverhandlungen zu den rechtswidrigen Maßnahmen fürchtet das Corona-Regime wie der Teufel das Weihwasser.
Also bleibt gelassen und ungeimpft, dann können sie sich ihre Impfpflicht in den Arsch schieben.

Ein glückliches Jahr *

18. November 2021 by author

Sag, weißt du noch, wie wir am Donauufer
Die Steine tanzen ließen auf dem Fluss.
Und hörten wir den schrillen Halbmond-Rufer,
Dann gaben wir uns einen langen Kuss,
Der in uns ließ ein sanftes Lied erklingen.

Gern gingen wir am großen Strom spazieren,
Und machten Rast bei einem alten Baum,
In dessen Schatten manche Wege führen.
Dort träumten wir im Wachsein unsern Traum
Und flogen hoch mit breiten Adlerschwingen.

Im Winter saßen wir oft in Lokalen,
Und schauten den verklemmten Leuten zu,
Die ihre Rollen spielten wie in Schalen.
Wir aber waren anders, ich und du,
Als die, die lebenslang das Leben zwingen.

Auch heute noch, nach, ach, so vielen Jahren,
Lacht mir das Herz, denk ich an einst zurück.
Als wir zusammen wie ein Wesen waren,
Begriff ich damals schon, daß wahres Glück
Sich selbst genügt, allein von allen Dingen.

* für Gerda

Alptraum für Männer *

7. November 2021 by author

Sie haben mir die Eier abgeschnitten,
Mit stumpfer Schere, die Verbrecher die,
Zur Nachtzeit. Sonnenbrillen trugen sie
Und kamen auf Kamelen angeritten.

Da half kein Jammern und es half kein Bitten,
Sie spreizten mir mit einem Stock die Knie´
Und haben mir die Eier abgeschnitten!
Mit stumpfer Schere, die Verbrecher die.

Als Zwerg saß ich im Traum auf einem Schlitten
Und sauste talwärts, schnell, und irgendwie
War plötzlich alles anders. Aber nie
Werd ich vergessen, was ich dann gelitten:
Sie haben mir die Eier abgeschnitten,
Mit stumpfer Schere, die Verbrecher die.

*für Gerda

Farben *

25. Oktober 2021 by author

Eine Blüte, blau
Der Abend, deine Lippen
Auf meinen, Sterne

Leuchten heller, wenn
Es dunkelt, deine Augen
Tiefe Teiche sind,

In die ich sinke
Bis zum Grund, beim Morgenrot
Auf Reisen gehn

Ins Blättergrün, ins
Wurzelbraun, den Tag entlang,
Die Haare im Wind,

So rabenschwarz, so
Schwalbenleicht dahin im
Takt ins Wolkenweiß.

* für Gerda

Hülsenfrüchte *

13. Oktober 2021 by author

Am Morgen, wenn wir in den Spiegel blicken,
Und statt uns selbst nur Hülsenfrüchte sehen,
Darauf erschreckt den Kopf zur Seite drehen,
Wobei die Ohren schwelln vom Weckerläuten.

Minuten sind es, die uns niederdrücken,
Weil saure Winde die Gedärme blähen,
Am Morgen, wenn wir in den Spiegel blicken,
Und statt uns selbst nur Hülsenfrüchte sehen.

Wie soll der Tag, wie soll das Leben glücken,
Wenn wir den Sinn der Hülsen nicht verstehen,
Und die Gedanken sind voll großer Krähen,
Die aus uns Hülsen rasch die Früchte picken,
Am Morgen, wenn wir in den Spiegel blicken,
Und statt uns selbst nur Hülsenfrüchte sehen.

* für Gerda

Umkehren *

1. Oktober 2021 by author

Du folgst nicht länger mehr den Karawanen,
Hast Halt gemacht an dieser Station,
Kehrst nun zurück, wirst wieder Skorpion,
Von Hunden wild bekläfft und Blödianen.

Auf hohen Stangen knistern gelbe Fahnen,
Und Menschenmassen stürzen vom Balkon.
Du folgst nicht länger mehr den Karawanen,
Hast Halt gemacht an dieser Station.

Hast Halt gemacht am Lager der Schamanen,
Um zu erfahren deren Vision.
Im weiten Bogen fliegt dein Telefon
Und landet zwischen fauligen Bananen.
Du folgst nicht länger mehr den Karawanen.

*für Gerda

Der ganze Scheißdreck

24. September 2021 by author

Der ganze Scheißdreck, der uns attackiert,
Von allen Seiten, voll totalitär
Uns die Gedanken züchtigt mehr und mehr,
Der freie Markt, der uns als Sklaven führt,

Das Müllgebirge, das die Welt möbliert,
Die Medien, obszön und populär
Der ganze Scheißdreck, der uns attackiert,
Von allen Seiten, voll totalitär,

Das Kapital, das kotend kopuliert,
Der Atem, der bestrichen wird mit Teer,
Der Alltag, der das Gehen macht so schwer,
Die Zukunft, die schon heute explodiert,
Der ganze Scheißdreck, der uns attackiert,
Von allen Seiten, voll totalitär.

*für Gerda

Zwischen Tag und Nacht *

14. September 2021 by author

In grauen Stiefeln steigt der Morgen nieder,
Ins Schlafgesicht mit schrillem Weckerläuten.
Sind die Minuten aufgezäumt zum Reiten?
Schnell rein ins stinkend enge Alltagsmieder.

Im Traumgebüsch blüht rot und schwarz der Flieder,
Indes Matrosen Kapitäne häuten.
In grauen Stiefeln steigt der Morgen nieder,
Ins Schlafgesicht mit schrillem Weckerläuten.

Laternen tätowiern das Nachtgefieder.
In ihren Löchern lauern Therapeuten.
Zum Abgrund türmen sich die neuen Zeiten.
Im Kühlregal ruhn amputierte Glieder.
In grauen Stiefeln steigt der Morgen nieder,
Ins Schlafgesicht mit schrillem Weckerläuten.

*für Gerda

Schöne Aussichten *

25. August 2021 by author

Die Welt geht aus dem Leim und wir,
Wir glotzen blöd mit aufgesperrtem Mund.
Vorm Fenster winselt ein defekter Hund.
Im Keller spielt ein Automat Klavier.

Senioren betteln sprachlos an der Tür.
Der Fortschritt leidet an Gedächtnisschwund.
Die Welt geht aus dem Leim und wir,
Wir glotzen blöd mit aufgesperrtem Mund.

Im Spiegel haust ein blinder Passagier.
Prothesen tragen die Gedanken und
Kausale Netze brennen ohne Grund.
Die Städte wuchern wie ein Darmgeschwür.
Die Welt geht aus dem Leim und wir,
Wir glotzen blöd mit aufgesperrtem Mund.

*für Gerda

Rien ne va plus *

8. August 2021 by author

Wenn auf den Straßen alles stopft und steht,
Und Hausfassaden stiern wie Idioten,
Wenn per Gesetz die Wahrheit wird verboten,
Der Bauch der Zeit sich stark und stärker bläht,

Ein Wind das Laub von den Gedanken weht,
In Gummizellen landen noch Piloten,
Wenn auf den Straßen alles stopft und steht,
Und Hausfassaden stiern wie Idioten.

Die Rettung kommt und kommt doch nur zu spät,
Im Keller singen schön geschminkt die Toten,
Mit Hufen herrisch stampfend oder Pfoten,
Im Spiegel wird das schwarze Loch vernäht,
Wenn auf den Straßen alles stopft und steht,
Und Hausfassaden stiern wie Idioten.

für Gerda

« Vorhergehende Einträge