Juli 16th, 2008
Schau ich der Welt ins Angesicht,
So wird mir schnurstracks übel.
Ich drehe ab das Tageslicht
Und kotze voll den Kübel.
Schau ich den Menschen auf den Mund
Und höre nichts als Lügen,
Dann hoffe ich auf jene Stund´,
Da wir zur Hölle fliegen.
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Juli 16th, 2008
Immer mehr und schneller kaufen
Und danach das ganze zahlen,
Ist wie mit Prothesen laufen,
Während ringsum Kannibalen
Schleifen ihre Zähne.
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Juli 15th, 2008
Keine Ode an die Freude,
Auch kein Lied dem fernen Glück,
Denn was kommt, hat jetzt schon Räude,
Und die Uhr macht tic tic tic…
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Juli 15th, 2008
Wie der Staub doch haften bleibt,
Auf den Möbeln, Böden, Wänden;
Sich dort sammelt, Blüten treibt,
Um das Drecksein uns zu spenden.
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Juli 15th, 2008
Ein schönes Land ist die Türkei,
Doch denk ich an die Türken nur
Und ihre Türkentümelei,
Dann bleibt von Sympathie nicht eine Spur.
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Juli 15th, 2008
Wie tote Augen schaun der Häuser Fenster,
Ihr Tor, ein zugenähter Mund.
Aus Wolken formt der fahle Mond Gespenster,
Und irgendwo jault voller Angst ein Hund.
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Juli 15th, 2008
Heute war ich am Stadtrand mit dem Fahrrad unterwegs, als ich vor mir - mitten auf der Fahrbahn - einen toten Igel, überfahren und dadurch grausig verstümmelt, erblicken mußte. Ohnmächtiger Zorn stieg hoch in mir und wandelte sich zu blankem Haß auf all jene PKW-Fahrer, denen wir das baldige Ende eines einzigartigen Tiers zu verdanken haben, und ich wünschte dem Mörder auf vier Rädern das gleiche Ende und das so schnell wie möglich. Denn anders als der immer seltener werdende Igel vermehrt sich der Mensch nach wie vor rasant und zum Schaden aller übrigen Lebewesen sowie zum Schaden des Planeten selbst. Da sich die Straße in einer 30 km/h - Zone befindet, kommen nur drei Möglichkeiten des Tat-Hergangs in Frage: zu schnell gefahren zu sein, nicht auf die Fahrbahn geachtet - oder das Tier mit voller Absicht gerädert zu haben, wobei es für das Opfer egal ist, ob es Mord oder Totschlag war, das zu seinem brutalen Ende führte.
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Juli 14th, 2008
Die Freiheit ist´s, die wir so brauchen,
Die Freiheit, sagt der Philosoph.
Da muß ich dringend eine rauchen.
Die Freiheit ist so dick und doof.
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Juli 14th, 2008
Durchs Fenster dringt hysterisch hohes Bellen,
Ein kleiner Hund und was ist sein Problem:
Sein Herr ist einer von den Spießgesellen,
Bei denen nur ihr Nicht-Sein wäre schön.
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Juli 14th, 2008
Ein Regentag, ein Tag um viel zu schreiben,
Ein Tag, an dem mein allzu kleines Heim
Noch Platz gewährt, sodaß Gedanken treiben
Im Meer der Sprache vorwärts, Reim für Reim.
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