Juli 14th, 2008
Gedichte, leider, da ist nichts zu machen,
Doch geb ich ihnen gratis einen Rat:
Am besten lassen sie ihr Arschloch krachen.
Was kracht und stinkt, das zählt noch, in der Tat.
Durchs Furzen wirst du heute schneller prominent,
Und Bücher schreiben ist ein alter Hut,
Drum scheiß vom höchsten Dach herab und konsequent,
Dann sagt ein jeder, du bist wirklich gut.
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Juli 14th, 2008
Nichts Neues rieche ich, die Luft ist noch die gleiche,
Und du beharrst ganz stur auf einem andern Duft.
Nein, nein, im Kreislauf gehn und kommen Reiche,
Und trotzdem endest du wie jeder in der Gruft.
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Juli 14th, 2008
Die postmoderne Posse und kein Ende,
Solange ihr kein Mensch ein Ende setzt.
Dazu bedarf es leider mehr als zweier Hände.
Anscheinend habe ich mich doch zu sehr verschätzt.
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Juli 14th, 2008
Die Zeit läuft mir davon, ich hinterher,
Und dennoch wird der Abstand immer länger,
Und meine Beine werden dabei müde, schwer,
Und auch der Raum um mich wird enger.
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Juli 14th, 2008
Das Maß der Austriaken ist die Mitte;
Im Durchschnitt liegt des Universums Ziel.
Sein Hirn gleicht einer kleinen, kahlen Hütte,
Indes er selbst vermeint, er sei sehr viel.
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Juli 14th, 2008
Die Tage werden kürzer und die Nächte
Erweitern wieder ständig ihren Raum:
Ein Labyrinth voll dunkler Schächte,
In denen hilflos rumirrt unser Traum.
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Juli 14th, 2008
Um das nicht vorhandene Charisma bzw. die rhetorische Erbärmlichkeit heutiger Politiker bei TV - Auftritten und Interviewfotos zu verschleiern, haben ihre Betreuer ein standardisiertes Herumfuchteln der Hände zum wichtigsten Trainingsprogramm erkoren, um den Betrachter und Zuhörer Entschlossenheit und Tatkraft und was weiß ich noch, zu suggerieren, wobei die - von den USA bis in die heimische Provinz - immergleichen Posen im Endeffekt genau das Gegenteil des Bezweckten bewirken: die ohnedies farblosen Parteifunktionäre mutieren dadurch vollends zu Politpuppen, die sich auf öffentlichen Bühnen als sprachlose Hampelmänner und Fuchtelfrauen gerieren, die sie tatsächlich sind.
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Juli 14th, 2008
Die Wichtigmacher, Schwätzer im Feuilleton,
Vor allem die Lektoren, taub und blind,
Die Pfeifenstierler am Verlegerthron,
So hirnlos, arrogant sie alle sind;
Sie solln sich ihren Kren und Pfeffer reiben
Und können mir gestohlen bleiben.
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Juli 13th, 2008
Feuer sieht und schreibt der Dichter,
Asche atmet jedes Kind,
Galgen, viele, träumen Richter,
Doch am Ende singt der Wind.
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Juli 13th, 2008
Hierzulande sind die Besten
Nicht am Wort, wer mindermäßig
Feiert sich in großen Festen,
Denn wer minder, ist gefräßig.
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