Juli 13th, 2008
a) ein Erbbauer aus Oberösterreich, Typus farbloser Streber, dessen Politkarriere vom Steigbügel zum Sattel verlief, ein Sattel, der schon ziemlich abgewetzt ist, ein Sattel, der gern Pferd sein möchte, und das schwarz lackiert. b) ein vom Ehrgeiz angefressener Parteiapparatschik aus der Betonschädelfraktion der Wiener Stadtpolitik, dort ausgemustert, wird er von Partei und Kloakenpresse als rote Zukunftshoffnung verhökert und der Wähler für blöde. c) ein symphatischer Professor mit senilen Tendenzen, der v.a. dafür steht, daß die Ökologiebewegung zur Beliebigkeitspartei mutierte, die für nichts steht, außer endlich auch an der Macht mitnaschen zu dürfen. d) ein im Wald mit Spritzpistolen und Tarngewand spielender spätpubertierender Analphabet, der seine nicht vorhandene Bildung mit der Abkürzung seines Vornamens kompensiert und der strammen Rechten als Pin Up dient. e) ein als Politiker schon abgehalfterter Vollproll, der auf seinen HTL-Abschluß stolz ist und derzeit als Lügner vor Gericht steht - welch tolle Auswahl, weitere Kandidaten werden demnächst vorgestellt…
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Juli 13th, 2008
Gestern, Freunde, war ich leider offline.
Schrecklich ist das - eine neue Welt.
Du erkennst ganz plötzlich, daß der Stein
Stets zur Erde und nicht in den Himmel fällt.
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Juli 11th, 2008
Mir träumt, ich bin mit der Straßenbahn in der City unterwegs, der Zug ist übervoll mit dickleibigen Personen. Plötzlich leuchtet auf einem großen Monitor das Wort “Fahrscheinkontrolle” auf, gleichzeitig beginnen zwei Kontrollore mit ihrer Tätigkeit. Zu meiner Überraschung zeigen die Leute statt der Fahrscheine ihre Geschlechtsteile, Frauen die linke Brust, Männer das Glied, Kinder entblößen ihren Hintern, die alle von den Kontrolloren abgestempelt und von den Leuten wieder verstaut werden. Als mich ein Kontrollor auffordert, den Hosenschlitz aufzumachen, obwohl ich ihm einen gültigen Fahrschein hinstrecke und dabei heftig verneinend den Kopf schüttle, öffnet sich der Schlitz ganz von allein, und heraus schießt eine unterarmdicke Giftschlange und bohrt ihre glitzernden Fangzähne in den Blähhals des rückwärts stolpernden Beamten. In der darauf einsetzenden allgemeinen Panik erwache ich aus dem Traum mit den Worten :”Sehr gut” auf den Lippen.
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Juli 11th, 2008
Die Zeit vor Wahlen bedeutet Hochkonjunktur für Meinungsmacher. Kein Tag und kein Medium, an und in dem nicht irgendeine dubiose Umfrage veröffentlicht wird, deren einziger Zweck in der Manipulation des Wählers liegt, sind doch die Auftraggeber der Umfragen die politischen Parteien selbst bzw. ihre medialen Steigbügelhalter. Das Instrument der Meinungsumfrage ist aber nicht nur wegen ihrer Auftraggeber aus Politik, Wirtschaft und Medien so unseriös, sondern durch die geringe Anzahl der Befragten einerseits: 1/10 000 der Gesamtbevölkerung gelten schon als viel, und den Umstand andererseits, daß der Faktor Unwahrheit bei den Antworten einfach nicht existent ist. Wenn also die Interviews durch den empirischen Fleischwolf gedreht werden, wodurch auch die Statistik ihren üblen Mundgeruch abbekommt, werden Antwort und tatsächliche Meinung des Befragten gleichgesetzt, was das an sich pseudowissenschaftliche Prozedere noch erheblich relativiert und jeden Verstand verhöhnt.
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Juli 10th, 2008
Kannst den Streß nicht mehr ertragen,
Du, dann nimm doch Valium.
So ersparst du dir das Klagen
Und bleibst, was du bist, schlicht dumm.
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Juli 10th, 2008
Steh ich morgens früh vorm Spiegel,
Seh ich wen, den kenn ich nicht;
Die Gedanken sperrt ein Riegel,
Und ein Fremder hält Gericht.
Lacht mir schallend ins Gesicht.
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Juli 10th, 2008
Verse möcht´ ich immer machen,
Bis ans Ende meiner Zeit.
Verse, die wie Donner krachen
Verse, still, wie wenn es schneit.
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Juli 10th, 2008
Vor mir der Schotterteich, darüber strahlt
Die Sonne gnadenlos, ich lieg im Schatten
Der Sträucher oder schwimme unverschalt,
Indes den Fischen röten die Krawatten.
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Juli 10th, 2008
In Burgen, umgeben von hohen Zäunen,
Dort feiern die Reichen, bis alles kracht.
Die Welt, wie sie ist, ist einzig zum Weinen.
Die Welt dreht sich schneller vom Tag in die Nacht.
Und wir gehn dahin auf knieweichen Beinen.
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Juli 10th, 2008
Vorbei die Zeit der Kriecherei,
Vorbei das Bitten, Betteln, Bücken;
Was sonst noch ist mir einerlei.
Ihr dürft euch selbst die Ärsche ficken.
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