Juni 7th, 2014
Ein erster Sonnenstrahl dringt durch die Lider.
Ich schrecke hoch aus rot verfärbtem Traum.
Die Bilder ringsum tanzen auf und nieder,
Ein Klopfen an das Tor, ich hör es kaum,
Verstummt ganz plötzlich, doch in meinen Ohren
Erwacht die Stille wie ein wildes Tier
Im Urwald auf der Lauer, von den Poren
Tropft Schweiß auf dichtes Wurzelwerk, ich spür,
Die Schlange in mir windet sich ins Freie,
Verliert die Haut, umschlingt das Steuerrad.
Am Fensterglas zerbricht ein Rudel Schreie
Und formt sich neu auf meinem Stundenpfad.
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Mai 13th, 2014
Nun lass dir doch das Sein nicht so total vermiesen,
Nur weil das Ficki-Fucki nicht nach Wunsch verläuft.
Columbus fand Amerika nicht mit den Drüsen,
Doch du schmierst ab, als hätte dich wer eingeseift.
Vergiss jetzt mal die Titten, Ärsche, auch die Mösen.
Lass die Gedanken steigen, nicht den krummen Stecken.
Dann spürst du, wie im Innern sich die Krämpfe lösen,
Und denkst an keine Mieze und kein Zehenlecken.
In hohen Stiefeln und im Stechschritt ziehn die Stunden
An dir vorbei. Du träumst vom absoluten Kick.
Bist einer nur, von diesen aufgegeilten Hunden,
Die, Nase tief, in Brüche gehen Stück für Stück.
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März 29th, 2014
Der Himmel lila
Die Häuser schwarz die Hunde
Auf dem Gehsteig steif
Die Sonne hängt an Ketten
Die Erde an einem Tropf
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März 28th, 2014
Eine Mücke zwei
Patronen manchmal dreißig
Meter im Quadrat
Misst der Raum wo Gedanken
Zu Wörtern getürmt brennen
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März 24th, 2014
Tauben auf dem Dach
Ausgestopft der Himmel ist
Eine Käsglocke
Unter der sich Termiten
Kreuz und quer vorwärts fressen
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März 13th, 2014
Hirschkäfer kämpfen in den schwarzen Venen.
Die Schläfen schwellen an wie ein Ballon.
Durchs Fenster stiert ein Hund, knirscht mit den Zähnen
So laut, als gäbe es fürs Knirschen Lohn.
Am Gehsteig krümmen sich die Bettelsklaven,
Wenn sie aus feuchten Löchern Hilfe lallen.
Die Welt ist nichts als ein verminter Hafen,
Auf den des Nachts verbrannte Sterne fallen.
Das Flußpferd tanzt. Ich brauche jetzt Benzin.
Der Tank ist voll. Ich komme in die Gänge,
Spür heftig, die Dämonen aus mir fliehn
Und steige aus des Tages trüber Enge.
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Februar 10th, 2014
Die Mücke der Strumpf
Passt auf den Huf der Geier
Zieht Kreise stürzt
Auf dem Kadaver wächst Moos
Zwischen den Augen der Zeit
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Januar 16th, 2014
Tag für Tag nur ein
Häßliches Grau das Himmel
Und Erde verhüllt
Frißt sich tief in mein Gemüt
Bis die Gedanken bluten
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Januar 11th, 2014
Am Gehsteig liegen
Vom Himmel träumen morgens
Kommt die Müllabfuhr
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Januar 9th, 2014
Trink den Tequila, nach ihm gibt es Wurm.
Der purpurne ist echt nicht zu verachten.
Leg ab, du kannst hier ruhig übernachten.
Hörst du den Donner, draußen tobt ein Sturm.
Ich geb dir Feuer, geb dir eine Seife.
Dann gehst auch du durch die geschlossne Tür.
Kein Hund, kein Esel kann doch was dafür,
Wenn er den Raum verbeult zu einer Schleife.
Komm her, ich zeig dir, wie der Leguan
Den Glanz der Venus schürft, wie die Libellen
Am Rand von Licht und Schatten rückwärts schweben.
Die Nacht ist unser, ist ein Ozean,
Ein Spiel, in dem wir rollen, in den Wellen
Zu Grunde sinken, um sich zu erheben.
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