Mai 5th, 2018
Leute, was ein jeder braucht,
Besser später noch als nie,
Ob er tröpfelt oder raucht,
Das ist eine Therapie.
Zuviel Weinen, zuviel Lachen,
Was zu viel ist, ist zu viel,
Ob im Träumen, ob im Wachen,
In der Arbeit und im Spiel.
Und zu wenig ist das Gleiche
Wie zu viel, schlicht nicht normal.
Denkt nur an die Wasserbäuche,
Hilft da etwa die Moral?
Nicht nur Psychos werden heute,
Alle werden therapiert.
Und das ist auch gut so Leute,
Wenn der Arsch die Hose spürt.
(EF: Mai2009)
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April 30th, 2018
Tag der Arbeit, wie das klingt
In solch Zeit, in der wir leben:
Fast wie wenn ein Hündchen singt,
Spritzbein kollektiv zu heben.
Tag der Arbeit, einst Symbol
Der geeinten Massen Kraft
Wirkt heut leider ziemlich hohl.
Besser wär er abgeschafft,
Als mißbraucht in Sonntagsreden
Von politischen Parteien,
Die sich über all die blöden
Unterstützer dürfen freuen.
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April 18th, 2018
Über die Berge
Klettert der Wind von Süden
Kommend öffnet er
Mit mildem Hauch die Herzen
Schlafender Blüten Blätter
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April 10th, 2018
Am frühen Morgen
Klingt aus dichtem Gezweig
Des Hollunderstrauchs
Das Lied der Amsel so rein,
Als wär´die Welt ohne Schuld.
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April 5th, 2018
In Farben formt die Sonne Wald und Wiese.
Die Luft schmeckt würzig, glänzt wie ein Kristall.
Hier stört kein Sportmensch und kein Blechkrawall.
Hier schafft Natur sich ihre Paradiese.
Am Waldrand ist´s im Schatten schön zu liegen.
Hirschkäfer spielen Ball mit rotem Tau.
Der Himmel spreizt sich schamlos weit in Blau,
Da Wind tanzt mit den Krähen voll Vergnügen.
Komm, laß uns Duft aus frischen Knospen trinken,
Auf Moos uns wälzen, Mutter Erde fühlen,
Wie Fuchs und Füchsin durch Gebüsche wühlen,
Komm, laß uns schmelzend ineinand versinken,
Zur Neige spüren diesen Augenblick,
Wie Schiffe stranden im Sekundenglück.
*für Gerda
PS: Aus d. Vorzeit d. versfabrik.at
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April 1st, 2018
Die Sonne lacht uns zu den Feiertagen
Und die Natur zeigt sich im schönsten Kleid,
Bis Motorräder durch die Straßen jagen
Und schnell erdrosseln die Beschaulichkeit.
Die Autos, die vorbeifahrn, hüllt ein Dröhnen.
Lautsprecher reißen jedes Ohr entzwei.
Und statt in freier Zeit der Ruh zu frönen,
Terrorisiert uns diese Lärmerei.
Nicht jeder kann den Wahn der Straßen fliehen.
Die müssen dann den Höllenlärm ertragen.
Nur die, die könnten, wolln sich nicht bemühen,
Dies abzustellen nur an Feiertagen.
Die Zeit ist Stolz auf ihre Ignoranz
Und feiert Ostern ab als Eiertanz.
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März 16th, 2018
Knaben auf Bäumen,
Kühe im Gras, das Keckern
Der Elster am Dach.
Für Licht und Farben von einst
Bedarf es keiner Brille.
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März 8th, 2018
Nach düstren Wochen ohne Sonnenlicht
Falln heute erstmals wieder ihre Strahlen
Durchs Fensterglas und schieben einen fahlen,
Graukalten Himmel einfach aus der Sicht.
Schon werden ringsum viele Tiere munter
Und schütteln Schlaf und Winter aus dem Fell.
Im Hof spieln Tauben hurtig Karussell.
Vom Dachrand tropft der letzte Schnee herunter.
Lichthungrig spreizen Baum und Busch die Zweige
Von sich und fangen lau gelaunten Wind.
Ein Bürger, dem die Nase heftig rinnt,
Schneuzt sich energisch in die Ellenbeuge.
Ein Bote pfeift am Fahrrad Melodien,
Derweil die Krähen heim und ostwärts ziehn.
*für Gerda
PS: Aus d. Vorzeit d. versfabrik.at, 1996
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März 1st, 2018
Der Winter hat die
Schwingen voll ausgebreitet,
Mich friert und meine
Gedanken fliehen südwärts,
Auf eine Insel im Meer.
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Februar 20th, 2018
Die Dächer sind weiß
Behaart, die kahlen Köpfe
Tragen Perücken.
Manch eine fegt der Wind fort
Und lacht mit pfeifendem Ton.
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