Archive for the ‘02 Verse’ Category

Ohne Obdach (T)

Freitag, Dezember 17th, 2010

Schau ich zum Fenster
Hinaus auf die verschneiten
Wege und Straßen,
Denke ich an Menschen, die
Jetzt kein Ofen wärmt, allein
Die Kälte hütet ihr Herz.

Dezember, der 14. (T)

Dienstag, Dezember 14th, 2010

Der Atem verdampft,
Das Thermometer zeigt neun
Grad unter Null. Die
Erde ist hart wie Granit.
Menschen und Tiere frieren
An solch einem Tag.

Allein (T)

Freitag, Dezember 10th, 2010

Schau auf zum Himmel:
Von einem Stern zum nächsten
Wandern die Träume
Durch grenzenloses All und
Dunkel. Komm, reich mir die Hand.

Winter VI (T)

Mittwoch, Dezember 8th, 2010

Die Fäuste geballt
Hat der Winter, sein Maul speit
Eiskalte Winde.
Aus wolkigen Locken
Lösen sich dicke Schuppen.

Winter V (T)

Montag, Dezember 6th, 2010

Kalt sind die Tage,
Farblos und kurz stapfen sie
In schweren Stiefeln
Durch die verschneiten Straßen.
Doch keine Spur bleibt zurück.

Winter IV (T)

Sonntag, Dezember 5th, 2010

Unter den Schuhen
Knirscht der gefrorene Schnee.
Ein kalter Wind faucht
Wie Wildkatzen vorm Sprung. Durch
Bleiche Luft wandeln Schatten.

Winter III (T)

Samstag, Dezember 4th, 2010

Dichtes Schneetreiben
Hüllt ringsum alles ein, färbt
Himmel und Erde
Weiß, auf den leeren Straßen
Ist nur noch Stille zu Haus.

Winter II (T)

Donnerstag, Dezember 2nd, 2010

Eiszapfen hängen
Von der Dachrinne. Kalte
Luft strömt durchs offene
Fenster. Schwer liegt der Himmel
Auf den gekrümmten Schultern.

Winter I (T)

Dienstag, November 30th, 2010

Die Dächer sind weiß
Behaart, die kahlen Köpfe
Tragen Perücken.
Manch eine fegt der Wind fort
Und lacht mit pfeifendem Ton.

Früh am Morgen (T)

Mittwoch, November 24th, 2010

Um 5 Uhr morgens,
Da die Welt noch in tiefem
Schlaf liegt, Dunkelheit
Wälder und Wiesen kleidet,
Träume ich manchmal,
Daß es eine Zukunft gibt.