Archive for the ‘02 Verse’ Category

Zeitvergeuden

Freitag, Juli 25th, 2008

Mir ist das Zeitvergeuden so zuwider
Wie wenig sonst, hab ich doch viel zu viel
Vergeudet schon auf Kosten all der Lieder
Des Lebens, das Verlierer ist in solchem Spiel,
Das einmal ist nur und auch viel zu kurz.

Kunstmord

Dienstag, Juli 22nd, 2008

Die Künstlerin ist tief schockiert.

Zerstört ihr Werk von Straßenfegern.

Und die Idee der Kunst hat mann kastriert.

Mag stimmen, doch allein von ihren Pflegern.

Vorm Fenster

Dienstag, Juli 22nd, 2008

Das Gurrn der Tauben auf dem Dach, der Wind

Sagt “Guten Tag” und zieht dann pfeifend weiter,

Ein Hund, der an den Kirschbaum pißt, bellt heiter,

Kohlmeisen fliegen hin und her geschwind,

Im Schnabel Futter für die jungen Meisen

Im Nest. Am Himmel eine Wolkenbank,

Die stetig sich von Ost nach Westen schiebt.

Ob gut, ob schlecht, der Tag, das wird sich weisen,

Bevor der Abend das Gedächtnis trübt,

Bleibt noch ein bißchen Zeit, im Kopf zu reisen.

Tiermörder

Dienstag, Juli 22nd, 2008

Ein Inuit hat einen Wal erlegt,

Der hundertdreißig Jahre alt gewesen.

Was mich dabei so stark erregt,

Wenn ich muß solche Zeilen lesen,

Das will ich jedem klar und deutlich sagen:

Tiermörder und Tierschinder allesamt,

Würd ich am liebsten mit dem Beil erschlagen.

All das Gesindel sei auf Ewigkeit verdammt.

Rauschianer

Montag, Juli 21st, 2008

Da liegen sie auf ihren Rauschmatratzen,

Benehmen sich, als seien sie total verrückt

Und schneiden endlos blöde Fratzen

Und fühlen innerlich sich voll beglückt.

Der Mensch

Montag, Juli 21st, 2008

Der Mensch hat sich anscheinend überlebt,

Das heißt, dort wo er lebt, wird alles hin,

Und da er sich enorm vermehrt und weiterstrebt,

Kriegt die Zerstörung, die Vernichtung ihren Sinn.

Ein Montag

Montag, Juli 21st, 2008

Im Rhythmus aus und ein und aus und ein

Ist heute Montag, wieder ein Beginn

Des Weges, besser der Etappe, doch allein

In eine Richtung führt der Weg zum Ende hin.

Traumbild

Montag, Juli 21st, 2008

Wir malen uns des Lebens Bild

Mit weißen Händen blau im Raum,

Um es zu schmecken schnell und wild

Und feurig kentern fern im Traum.

Die Luft…

Montag, Juli 21st, 2008

Die Luft drückt wie ein aufgeblähter Bauch,
Und große Autos fahren sinnlos kreuz und quer
Auf blinden Straßen, auch der Gartenschlauch
Liegt wie gehäutet da und spritzt sich leer.

Zum Abschluß

Sonntag, Juli 20th, 2008

Und zum Abschluß noch vier Zeilen,

Was sie sagen, bleibt egal,

Denn ich muß mich sehr beeilen,

Wird doch schon der Schädel kahl.