Ein Traum
Samstag, Juli 5th, 2008Immer wieder kommt ein Traum,
Den ich nicht begreife.
Bin in einem leeren Raum
Nackt, doch voll mit Seife.
Immer wieder kommt ein Traum,
Den ich nicht begreife.
Bin in einem leeren Raum
Nackt, doch voll mit Seife.
Wer klagt die Staatsanwälte an?
Wer stellt die Richter vor Gericht?
Das göttliche Justizgespann
Benötigt wen, der es zerbricht!
Unter Wölfen hoch im Norden,
Elchposaunen, Trommelspecht,
Bin ich wieder Tier geworden,
Und es ist mir zwölfmal recht
Ich bin häßlich, ich bin fett,
Ein Dummkopf obendrein.
Ich uriniere nachts ins Bett
Und stinke hundsgemein.
Im Info-Müll ersticken,
Das hat schon seinen Sinn.
Denn die den Arsch uns ficken,
Die machen auch Gewinn.
Brauch nur durch das Fenster schauen,
Auf die Straße, den Verkehr;
Und schon steigt in mir das Grauen
Und tagtäglich wächst es mehr.
Sensationen und Skandale,
Prominenz im Bildsalat.
Schneller greift das mediale
Steiß - und Stiefelpostulat.
Die meisten Journalisten
Sind dümmer als erlaubt.
Doch wenn sie´s selber wüßten,
Sie hätten´s nicht geglaubt.
Genug, genug, für heut genug.
Ein jedes wird einmal zu viel.
Und jener, der sein Dasein trug,
War Bauer in der andern Spiel.
Zum Leben fehlt mir Mut und Kraft,
Zum Sterben noch viel mehr.
Mein Körper ist wie Einzelhaft,
Mein Kopf ist völlig leer.