Götter

Ein jeder von uns hat so seine Götter,
Zu denen er gebückt nach oben sieht.
Von oben aber kommt ein Donnerwetter,
Das ihm die Stiefel von den Füßen zieht.

Noch immer heißt der Über-Götze Geld,
Der jedem alles Glück der Welt verspricht
Und so auch die Besitzenden gern prellt.
Denn Zahltag ist der Tag, da Glück zerbricht.

Manch einer glaubt noch an den Rauschebart,
An Kreuz, an Halbmond oder Dildo-Härte,
Vielleicht auch an den Müll der Gegenwart,
Derweil die Lunte brennt auf Gottes Fährte.

So kreiseln wir betäubt im Daseins-Tanz
Gleich Hunden, jagend nach dem eignen Schwanz.

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